Im April 2011 musste unsere Süße plötzlich den ganzen Tag brechen und wir kamen ins Krankenhaus, wo sie eine Woche lang mit Infusionen wieder aufgepeppelt wurde.

Von da an änderte sich das Laufverhalten unserer Maus langsam und es war nichts mehr wie es vorher war.

Alexa wurde immer unsicherer beim Laufen. Sie fiel öfter hin und verlor oft ihr Gleichgewicht.

Wir wurden zum Glück sehr schnell von unserer Kinderärztin für ein EEG ins Clemenhospital Münster überwiesen, aber da dies unauffällig war sollten wir 10 Tage später stationär aufgenommen werden um ein Schlaf-EEG und evtl. eine Lumbalpunktion und ein MRT machen zu können.

         Alexa am Tag vor der stationären Aufnahme.​

Auch das Schlaf-EEG und die ersten Tests waren unauffällig, so das am 2. Tag die Lumbalpunktion und das MRT gemacht werden sollte. Wir saßen wartend vor dem MRT und als der Doc nach kurzer Zeit wieder kam und uns mitteilte, dass keine Lumbalpunktion mehr gemacht werden müsste war uns klar, dass auf dem MRT etwas zu sehen gewesen sein musste was dort nicht hingehörte.

Wenige Zeit später wurden wir dann zum Doc ins Zimmer gerufen und dieser teilte uns dann ganz klar und mit einfachen Worten mit, das bei unserer Maus im Alter von 22 Monaten ein pflaumengroßer Tumor am Kleinhirn entdeckt wurde, der für all die Symptome veranwortlich war und es verwunderlich sei, das es Alexa noch so gut ginge. "Manch anderes Kind läge mit solch einem Tumor und dem dadurch entstandenen überhöhten Hirndruck bereits im Koma" ~ Alexa saß im Zimmer und sang "Backe, backe Kuchen".

An viel kann ich mich nicht mehr erinnern, ich weiß nur noch das ich nur noch genickt habe und nur noch auf die Worte "aber sie wir es überleben" gewartet habe.....leider vergebens.

Ganz plötzlich hält die Welt um einen rum auf sich zu bewegen, man fühlt sich wie rausgehebelt und sieht alles wie durch einen Nebel. Keine Worte können ausdrücken wie man sich fühlt wenn man plötzlich mit dem Tod konfrontiert wird, dem eventuellen Tod der eigenen kleinen Tochter. Ich kann nicht beschreiben wie ich mich gefühlt habe, aber ich dachte plötzlich nicht mehr atmen zu können.

Wir sind dann raus und ich habe meine Süße in den Arm genommen und meine Tränen flossen in Strömen. Sie roch so gut.....

Eine Schwester kam und nahm uns die Kleine ab und wir gingen eine Runde in den Park, einfach nur schweigend nebeneinander her. Wir riefen unsere Familien an und baten sie schnellst möglich zu kommen. Es war unbeschreiblich schlimm.

Die Zeit ging irgendwie trotz allem wie im Fluge vorbei. In den nächsten Tagen bekamen wir unmengen an Unterlagen, führten zig Gespräche mit vielen Ärzten und tollen Schwestern und wurden so umsorgt und es passierte soviel an das ich mich garnicht mehr erinnern kann.

Ich weiß nur noch das vor allem die Nächte so still und schwer waren, weil ich einfach nur da lag und meiner Kleinen beim Atmen zuhörte und ich mich fragte wie lange ich dieses seelige Geräusch noch hören darf.


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