Die Operation

Bei der Operation streben die Ärzte die komplete Entfernung des Tumors an.                                    

Ausserdem wird in einer Folgeoperation ein Port in die Brust eingesetzt. Über diesen Port wird zukünftig die Chemotherapie verabreicht, sowie Bluttransfusionen und Antibiosen gegeben.                                          

Auch in den Kopf wird ein so genanntes Rickham-Reservoir eingesetzt. Hier wird über das Reservoir ein Zytostatika direkt in die Gehirnflüssigkeit gegeben (intrathekal). Dieses Verfahren umgeht die Blut-Hirn-Schranke, da diese bei vielen systemisch verabreichten Wirkstoffen deren Transport zum Gehirn verhindert.

Die Chemotherapie

Im Anschlus an die Operation erfolgt die Chemotherapie in der Regel in 9 Blöcken DOX, ICE, VCA im Wechsel oder 6 Blöcke DOX, ICE, VCA mit anschließender Hochdodischemotherapie mit autologer Stammzellentransplantation. Hierzu werden zwischen dem 2ten und 3ten Block eigene Stammzellen gesammelt werden. Ausserdem wird bei jedem Block über das im den Kopf eingesetzte Rickham-Reservoir intrathekal MTX verabreicht.

Folgende Zytostatika wurden in den verschiedenen Blöcken verabreicht:

  • DOX : Doxorubicin                                                         
  • ICE  :  Ifosfamide,Carboplatinum, Etoposide
  • VCA : Vincristin, Cyclophosphamid, Actinomycin-D
  • MTX: Methrotrexal

Hochdosis- Chemotherapie mit autologer Stammzellentransplantation

Mit der Hochdosis- Chemotherapie, also mit der besonders hohen Dosierung der Zytostatika, wollen die Ärzte alle, auch die widerstandfähigsten Krebszellen, zerstören. Jedoch wird bei der Hochdosis, wie auch bei allen anderen Chemotherapiegaben nicht nur die Krebszellen angegriffen, sondern auch die "guten" Zellen. Auf grund der hohen Dosierung wird bei der Hochdosis sogar das eigene Knochenmark so weit zerstört, das dieses zur eigenen Blutbildung nicht mehr fähig ist. Deswegen werden vor der Hochdosis eigene (autologe) Stammzellen gewonnen, die nach der Hochdosis wiederrücktransplantiert werden um diese Funktion wieder neu aufzubauen.

Folgende Zytostatika wurden bei der Hochdosis verabreicht:

Carbo/TT : Carboplatinum, Thiotepa

Nebenwirkungen der Chemotherapie

Außer Haarausfall können folgende Nebenwirkungen auftreten: Übelkeit und Erbrechen, Erschöpfung,  Schleimhautentzündungen und Blutbildveränderungen, Schädigung der Herzmuskelzellen, Unfruchtbarkeit, Leukämie, uvm.. Selten können nach so einer Behandlung auch Zweittumoren auftreten.

Bestrahlung

Ei­nen be­son­de­ren Stel­len­wert in der Be­hand­lung hat die Strah­len­the­ra­pie. Die­se soll­te im Sin­ne der lo­ka­len Tu­mor-​Kon­trol­le so früh wie mög­lich durch­ge­führt wer­den. In der Regel sollten Kinder am Kopf einer Strahlenbelastung frühestens ab dem 3. Lebensjahr, besser noch ab dem 5. Lebensjahr ausgesetzt werden. Als Al­ters­gren­ze zur Bekämpfung von AT/RT wird hier ein Al­ter von > 18 Mo­na­ten an­ge­setzt. In Ein­zel­fäl­len kann ei­ne Strah­len­the­ra­pie auch schon bei noch jün­ge­ren Kin­dern dis­ku­tiert wer­den. Vorab wird entschieden ob eine lokale Bestrahlung der Tumorgebietes ausreicht oder eine gesamte Kopf-Wirbelsäulen-Bestrahlung nötig ist.

Quelle: u.a.Wikipedia


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